
Unterwegs strukturiert arbeiten und zufrieden leben

Wenn Du Reisen, Arbeiten und Leben miteinander verbinden willst, ist es wichtig, dass Du Deine Tagesstruktur gut gestaltest. Wem es schon zuhause schwer fällt, allein organisiert zu arbeiten, der wollte sich vielleicht überlegen, ob diese Form des Lebens für ihn das richtige ist. Es hilft enorm, schon gut vorbereitet auf die Arbeit unterwegs zu sein.
Denk dran, dass es immer ein paar Tage geben wird, die Du zum Ankommen brauchst. In denen orientierst Du Dich, wo Du Dein Essen bekommst, Wäsche waschen kannst, was Dir noch zum Arbeiten unterwegs fehlt und was Du Dir noch besorgen vor Ort willst wie z. B. einen extra Tisch, hellere Glühbirnen etc. Du lebst Dich in Deinem neuen Zimmer ein, gestaltest es wohnlicher oder stellst auch mal den Schreibtisch um.
Dann hast Du sicherlich Deine eigenen Arbeitszeiten und – orte, an denen Du Dich besonders wohl fühlst. Ich gehe generell früh aus meinem Zimmer und arbeite dann lieber im Coworkingspace als in dem Zimmer, an dem ich auch gearbeitet habe. Früh helfen mir als Morgenmuffel meine Morgenrituale in Gang zu kommen: Planks, Meditation, Wechselduschen, Wasser mit Zitrone, ein guter Kaffee und ein kleines Frühstück, damit ich nicht nach einer Stunde hungrig vom Schreibtisch wieder aufspringe.
Ich gönne mir dann vormittags noch eine Kaffeepause, wo es meist einen netten Chat mit den anderen Coworkingbewohnern gibt. Ich bestelle fürs Mittagsessen hier in Thailand gern etwas von Grab. Gegen Mittag starten die meisten Lokale erst mit den Lieferdiensten. Es dauert immer ein wenig, bis das Essen kommt. Das ist dann meine Anspornzeit, vor der Mittagspause noch etwas zu schaffen. Oder ich gehe eben raus in ein Restaurant um die Ecke.
Nach dem Mittagessen mache ich gern ein Nickerchen, gehe danach zum Sport, wenn ich nicht vormittags schon beim Eisbaden war. Es ist enorm wichtig, unterwegs die Fitness nicht zu vernachlässigen. Man kann sich auch mal nur für einen Monat im Fitnessstudio einmieten. Mindestens sind Spaziergänge wichtig, um den Kopf immer wieder freizubekommen.
Danach geht es noch einmal an den Schreibtisch, gern dann auch in meinem eigenen Zimmer oder ich widme mich der Fortbildung. Oder ich gehe raus – in den Garten, in ein Café – und tue dort, was ich guttun kann. Am Abend gehe ich gern noch einmal raus, treffe mich mit Leuten und genieße das Flair der Stadt. Ausflüge und Events plane ich in Maßen, jedoch regelmäßig ein, da ich andernfalls nicht meiner Arbeit in Ruhe nachgehen kann. Ich gönne mir mehr im normalen Alltag – denn wozu wäre man sonst auf Reisen? Aber obwohl: wie wäre es, sich das alles auch zu Hause zu gönnen?