
Mein Lieblings-Touri-Restaurant: Good Souls Kitchen

Touristenrestaurants meide ich wie die Pest. Nicht nur, weil ich nicht während des Essens um mich deutschen Gesprächen über schlechte Hotels lauschen möchte. Nicht, weil es dort meist überteuert ist. Ich habe einfach Angst davor, dass an solchen Orten schlechtes Essen angeboten wird.
Meine thailändische Gastgeberin hat mir ein Veganes Restaurant empfohlen, zu dem ich mich in Begleitung einer deutschen Freundin aufmachte. Und mit ihr noch ein zweites Mal hinging. Obwohl ich nicht Veganerin bin. Obwohl es nicht gerade preiswert war – also für thailändische Verhältnisse.
Good Souls Kitchen ist, was sein Name verspricht: Die Einrichtung ist überaus angenehm und gemütlich. Man kann dort in Begleitung einen Abend durchtratschen oder allein mit dem Laptop das Arbeitsfrühstück einnehmen. Die Mitarbeitenden sind überaus herzlich und lustig, so dass man sich rundherum wohlfühlt. Ansonsten esse ich in Thailand lieber draußen – das ist ein Ort, wo man sehr gern drinsitzt.
Die Speisekarte lockt mit veganen Köstlichkeiten in jeder Richtung: ob Salate, Pasta, Thaifood, Bowls, Burger, Smoothies, Wraps oder, oder, oder… im Good Souls Kitchen klingt eine Speise leckerer als die andere. Da es eines der wenigen Besuche in einem veganen Restaurant war, war ich überrascht über die Auswahl und wie lecker alles aussieht.
Beim ersten Mal bestellte ich einen Avocado-Salat. Die Zutaten waren auf einem Teller einzeln angerichtet und nicht mit dem Dressing vermischt. Das gefiel mir besonders gut. So kannst Du nur so viel Dressing nehmen, wie Du es Deinem Geschmack entspricht. Beim zweiten Restaurantbesuch hatte ich die Wraps mit Scrambled Tofu, die so groß waren, dass sie locker für 2 Mahlzeiten gereicht hätten. Beides war superlecker. Deshalb habe ich mir über den Grab-Lieferservice auch noch einmal Red und Green Thai Curry bringen lassen. Die Speisen waren wieder ein Volltreffer.
Das Good Souls Kitchen empfehle ich deshalb ausdrücklich. Schön im Zentrum gelegen, ist es von überall aus gut erreichbar. Es gibt auch Tische für die Außengastronomie, wer die bei bestimmtem Wetter bevorzugt. In den umliegenden Straßen lässt sich gut parken. Das Ambiente ist einfach umwerfend. Der Laden war, zumindest wo ich da war, nur mit Touristen, Expats und digitalen Nomaden gefüllt. Doch für die köstliche Küche lässt sich das gut ertragen, auch wenn man auf Orte „abseits der Touristenpfade“ schwört.