
Keine Angst vor Streetfood

Es soll Menschen geben, die im Thailand-urlaub kein Streetfood essen – aus hygienischen Gründen. Waaaas? Für mich undenkbar. Ohne Streetfood ist Thailand nur halb so schön.
Ich gebe zu: Von den Streetfood-Ständen am Straßenrand und von den Streetfoodmärkten bin ich fasziniert. Du fällst einfach aus Deiner Unterkunft raus – und schon sitzt Du vor wunderbarer Küche. Einer die Küche, die so lecker ist, dass Du nicht den Wunsch verspürst, in Restaurants zu gehen.
In der Nähe meiner Unterkunft gab es jede Menge solcher Stände, die ich immer wieder aufsuchte. Auf dem nahegelegenen Markt kenne ich fast jeden Stand. Ich habe immer und immer wieder so gut gegessen, dass ich von allen schwärmen könnte: ob es nun die Spießebraterei mit der immer lächelnden Verkäuferin ist, ob es die grummelige Damen mit den tausend leckeren Suppentöpfen ist, ob es meine Obstverkäuferin ist, die immer wusste, dass ich nichts als Ananas will oder, oder, oder…
Natürlich habe ich mich am Anfang schon gefragt: Gibt es hier auch ein Gesundheitsamt, das rumgeht? Nein, das habe ich mich nicht gefragt. Das Essen wird dort gebraten, gekocht – fast immer frisch vor meinen Augen. Was sollte schon passieren, außer, dass es mir einmal nicht schmeckte?
Es war nur faszinierend für mich zu sehen, wieviel Menschen hier an einfachen Ständen das Essen verkaufen. Die Stände werden jeden Tag auf- und abgebaut – eine ordentliche Zusatzarbeit. Und das bei jedem Wetter.
Je nach Tageszeit waren andere Stände da. Und manchmal verschwanden manche und kehrten nicht wieder. Wann freie Tage waren, konnte auch variieren. Was solls -es gab immer wieder Neues zu entdecken in der Welt der Streetfood.
Meine Lieblings-essens-Dealer freuten sich immer, wenn ich wieder kam. Das habe ich geschätzt, dass es sich immer wieder Nachbarschaft anfühlte, wenn man vorbeikam. Manchmal wurden ein paar Worte miteinander gewechselt. Für meine nur thailändische Streetfood-Frau habe ich die ersten Worte Thailändisch gelernt: Hallo, ich möchte Ananas. Danke. 😉
Jetzt heißt es Abschiednehmen. In meiner letzten Woche habe ich noch einmal alle besucht und versprochen, dass ich im nächsten Jahr zurückkomme. Die freundliche Antwort: „Was, erst im nächsten Jahr? Das ist aber noch lang!“ Ja, finde ich auch. Ich weiß gar nicht, wie ich in Deutschland ohne dieses leckere Essen überleben soll.