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Im Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai

Im Nachtzug von Bangkok nach Chiang Mai

Im letzten Jahr bin ich schon einmal mit dem Zug von Bangkok nach Chiang Mai gefahren. Das war tagsüber und ich habe die Aussicht genossen. Die lange Strecke war allerdings auch ganz schön anstrengend, so dass ich mich fragte, ob ich wirklich noch einmal die Strecke mit dem Zug zurücklegen sollte.

Was mich reizte war das Erlebnis, mit einem Nachtzug unterwegs zu sein. Da spart man sich eine Übernachtung. Das ist auch ein schöner Nebeneffekt. Man genießt noch in Ruhe den Tag in Bangkok und fährt gegen Abend los. Und begrüßt dann am Morgen den neuen Reiseort Chiang Mai.

Während ich beim letzten Mal noch vom alten Bahnhof abgereist bin, hatte ich diesmal das Vergnügen Bangkoks neu gebauten Bahnhof kennenzulernen, der erst Anfang des Jahres geöffnet hat. Die Anreise war problemlos möglich mit der Metro. Ich war mir nur nicht sicher, wieso ich noch 15 Minuten zu Fuß laufen sollte. Etwa durch die Hitze?

Ganz und gar nicht! Der Bahnhof ist so groß und weitläufig, dass ich eine große Entfernung durch den ganzen Bahnhof zurückgelegt habe. Es waren gar nicht so viele Menschen unterwegs. So wirkte der Bahnhof gespenstig und faszinierend zugleich. Man hatte ein bisschen den Eindruck, auf dem Mars gelandet zu sein oder mindestens in einer Weltraumstation dorthin.

Ich war dann froh, meinen Bahnsteig gefunden zu haben. Alles war ausgezeichnet ausgeschildert. Statt auf dem Bahnsteig zu warten, gab es einen Wartebereich ähnlich einem Flughafen. 20 Minuten vor Abfahrt des Zugs gabs einen Checkin, wo die Tickets kontrolliert worden. Von dort aus gings auf den Bahnsteig. Vorher konnte man sich noch mit Reiseproviant in der Halle versorgen.

Die Reise selbst im Nachzug fand ich dann spannend. Bald nach Abfahrt wurden durch das Personal die Betten bereitet. Es stand Wasser für die Nacht zur Verfügung und die Betten waren wie im Hostel mit Vorhängen abgetrennt. So konnte man gemütlich in seinem Separee aus dem Fenster in die Nacht schauen, wo man wenigstens die beleuchteten Tempel sehen konnte. Oder Essen genießen, das man vorher bestellt hatte.

Ich habe dann auch besser geschlafen als gedacht. Und genoss am Morgen mit einem Kaffee in der Hand die Ankunft in Chiang Mai. Die vertraute Landschaft und Stadt wiederzusehen waren mir eine große Freude.

Über Renas Travelmag

Rena ist eine leidenschaftliche Reiseautorin und Expertin für Reisen in Südostasien. In diesem Magazin teilt sie ihre Erfahrungen und abenteuerlichen Reisen durch die atemberaubenden Länder Südostasiens und hilft den Lesern, ihre eigenen unvergesslichen Reiseerlebnisse zu planen.